Kunstpreis für Josef Schulz

»Das Kunstforum Hermann Stenner freut sich bekannt geben zu können, dass der Fotokünstler Josef Schulz einer der zehn Gewinner des Kunstpreises »CityARTists« 2020 ist. Noch bis zum 17. Januar 2021 zeigt das Stenner-Museum in der Ausstellung »Josef Schulz: Spectrum. Architektur. Landschaft. Fotografie« einen Gesamtüberblick über sein Werk der vergangenen 20 Jahre. Das NRW Kultursekretariat verleiht in diesem Jahr erstmalig den mit jeweils 5000 Euro dotierten Kunstpreis an zehn Kunstschaffende im Alter von mehr als 50 Jahren aus Nordrhein-Westfalen.«
Westfalen-Blatt, 13.10.2020

Die Kunst des Weglassens

»Diese Ausstellung ist das größte Experiment in der noch jungen Geschichte des Kunstforums Hermann Stenner in Bielefeld: Kann man in der kabinettartigen Raumstruktur der klassizistischen Villa auch Fotografie zeigen? Noch dazu, wenn sie zeitgenössische Zweckarchitekturen zum Thema hat und auf Großformaten präsentiert wird? dass man darauf mit einem so deutlichen Ja antworten kann, lässt erahnen, was künftig in diesem Haus noch alles möglich ist.«
Axel Botur, top magazin Bielefeld | OWL, 30.9.2020

Josef Schulz: Spectrum. Architektur. Landschaft. Fotografie.

»Um eine realistische Abbildung geht es ihm nicht. Eher um die Erkundung der Fremdheit im Vertrauten. ›Aus Grundstrukturen von Gebäuden kreiere ich ein Objekt, das eine andere Charakteristik bekommt. Ich schäle die Kernelemente heraus. So erhält die Architektur einen skulpturalen Charakter‹, sagt Josef Schulz. Der erstaunliche Effekt zeigt sich, wenn selbst Bielefelderinnen das markante Sennestadthaus nicht auf Anhieb erkennen.«
Stefanie Gomoll, KUNSTRASEN, 30.9.2020

Farbgewaltige Emanzipationen

»Ihm widmet das Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld derzeit eine üppige Einzelausstellung mit rund 50, erwartungsgemäß großformatigen und farbintensiven Arbeiten, die systematisch mit seinem frühen Werkkomplex ›Formen‹, ab 2001, beginnt, durch nachfolgende Reihen streift, um mit einer für die Ausstellung erstellten Reprise, der ›Form # 25‹, zu enden.«
Bettina Maria Brosowsky, taz, 25.8.2020

Die Unbestechlichkeit des Becher-Blicks

»Somit widmet sich das 2019 eingeweihte Museum erstmals nicht der Klassischen Moderne, sondern einer künstlerischen Fotografie, die sich konzeptionell dem vermeintlich Nebensächlichen und Vergessenen widmet und die in ihrem bildgebenden Verfahren zu einer skulpturalen, bisweilen auch malerischen Anmutung findet, die an amerikanische Farbfeldmalerei erinnert.«
Uta Jostwerner, Westfalen-Blatt, 21.8.2020

Der Mensch verschwindet aus dem Holozän

»Ab kommenden Sonntag werden im Bielefelder Kunstforum Hermann Stenner Fotokunstwerke von Josef Schulz zu sehen sein, und wer es möglich machen kann, sollte sich ›Spectrum‹ nicht entgehen lassen.«
Antje Dossmann, Resonanzen. Kultur in Ostwestfalen-Lippe, 21.8.2020

Minimalistische Fotokunst

»Im Bielefelder Kunstforum Hermann Stenner sind […] 50 großformatige Arbeiten von Schulz zu sehen, der bei Bernd Becher und Thomas Ruff studiert hat. Es sind reduzierte, minimalistische Arbeiten, die durch Verfremdung etwas hervorheben, das wir täglich sehen, aber selten wahrnehmen: Zweckbauten wie Hallen, Hochstraßen, Türme, Bürohäuser spiralförmige Parkhausauffahrten oder Silos. Ihn interessiere nicht die Fotografie als Abbildung, sagt Schulz, sondern die Bildgebung, also das, was man daraus mache: ›Ich gebe ein Bild aus vorhandenem Material.‹ «
Anke Groenewold, Neue Westfälische, 21.8.2020
Abbildung: Josef Schulz Form #7, 2003 C-Print 120 × 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
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