Farbgewaltige Emanzipationen

»Ihm widmet das Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld derzeit eine üppige Einzelausstellung mit rund 50, erwartungsgemäß großformatigen und farbintensiven Arbeiten, die systematisch mit seinem frühen Werkkomplex ›Formen‹, ab 2001, beginnt, durch nachfolgende Reihen streift, um mit einer für die Ausstellung erstellten Reprise, der ›Form # 25‹, zu enden.«
Bettina Maria Brosowsky, taz, 25.8.2020

Die Unbestechlichkeit des Becher-Blicks

»Somit widmet sich das 2019 eingeweihte Museum erstmals nicht der Klassischen Moderne, sondern einer künstlerischen Fotografie, die sich konzeptionell dem vermeintlich Nebensächlichen und Vergessenen widmet und die in ihrem bildgebenden Verfahren zu einer skulpturalen, bisweilen auch malerischen Anmutung findet, die an amerikanische Farbfeldmalerei erinnert.«
Uta Jostwerner, Westfalenblatt, 21.8.2020

Der Mensch verschwindet aus dem Holozän

»Ab kommenden Sonntag werden im Bielefelder Kunstforum Hermann Stenner Fotokunstwerke von Josef Schulz zu sehen sein, und wer es möglich machen kann, sollte sich ›Spectrum‹ nicht entgehen lassen.«
Antje Dossmann, Resonanzen. Kultur in Ostwestfalen-Lippe, 21.8.2020

Minimalistische Fotokunst

»Im Bielefelder Kunstforum Hermann Stenner sind […] 50 großformatige Arbeiten von Schulz zu sehen, der bei Bernd Becher und Thomas Ruff studiert hat. Es sind reduzierte, minimalistische Arbeiten, die durch Verfremdung etwas hervorheben, das wir täglich sehen, aber selten wahrnehmen: Zweckbauten wie Hallen, Hochstraßen, Türme, Bürohäuser spiralförmige Parkhausauffahrten oder Silos. Ihn interessiere nicht die Fotografie als Abbildung, sagt Schulz, sondern die Bildgebung, also das, was man daraus mache: ›Ich gebe ein Bild aus vorhandenem Material.‹ «
Anke Groenewold, Neue Westfälische, 21.8.2020
Abbildung: Josef Schulz Form #7, 2003 C-Print 120 × 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
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