Auf den Spuren eines Netzwerkers und Kunstkenners

»Dort wirkte er nicht nur von 1954 bis zu seinem Tod als Direktor des Städtischen Kunsthauses (Vorgänger der Kunsthalle), sondern gilt auch als Wiederentdecker des Bielefelder Malers Hermann Stenner (1891–1914). Grund genug für das Kunstforum Hermann Stenner, Vriesen in einer fantastischen Ausstellung zu beleuchten.«
Sven Behler

Auf den Spuren eines Netzwerkers und Kunstkenners

»Die Vriesen-Schau betritt konzeptionell und teils auch inhaltlich Neuland. Sie ist mutig – und für den Besucher ein Genuss.«
Sven Behler

Die Entdeckung der Moderne in OWL

»Das Kunstforum Hermann Stenner gelingt es immer wieder, seine Besucher aufs Feinste zu überraschen – sei es mit eher in Vergessenheit geratenen oder zuletzt wenig beachteten Künstlern wie Hans Purrmann oder Wenzel Hablik oder indem sich das Haus, das dem Namen eines Malers der klassischen Moderne seine Reverenz erweist, sich zum Beispiel der zeitgenössischen Fotografie eines Josef Schulz öffnet.«
Stefan Brams

Die Entdeckung der Moderne in OWL

»Entstanden ist bei dieser Annäherung eine prächtige Bilderschau, in der sowohl bekannte als auch unbekannte Arbeiten von Malergrößen wie Hans Arp, Willi Baumeister, Max Beckmann, Reg Butler, Robert Delaunay, Sonia Delaunay, Hella Guth, Richard Haizmann, Ida Kerkovius, Guitou Knoop, August Macke, Paula Modersohn-Becker, Edvard Munch, Edgard Pillet, Oskar Schlemmer, Pierre Soulages, Hermann Stenner und der völlig vergessenen Bauhaus-Schülerin und Informel-Malerin Hedwig Thun aus Detmold zu entdecken sind.«
Stefan Brams

Die Entdeckung der Moderne in OWL

»Doch Vriesen hat nicht nur Stenner wieder ins Bewusstsein gerückt, sondern auch das Werk von Robert und Sonia Delaunay, mit denen er befreundet war, befördert und sich der damals zeitgenössischen französischen Malerei angenähert. Auch das zeigt die fantastisch vielfältige Schau, die mit Richard Haizmanns grandios abstrakten Menschenbildern aus den 20er- und 30er-Jahren und der Detmolder Bauhaus-Schülerin und späteren Informel-Malerin Hedwig Thun (1892–1969) zwei ganz besondere Neuentdeckungen präsentiert, die schon allein einen Besuch der wunderbar komponierten Ausstellung wert sind.«
Stefan Brams

Der Schatz aus dem Kellerverlies

»›Wer war dieser Mann, der Stenners Werk bewahrte und präsentierte?‹ Diese Frage brachte vor rund zwei Jahren Christiane Heuwinkel, Direktorin des Kunstforums Hermann Stenner, auf die Spur von Gustav Vriesen. Erste Recherchen im Stadtarchiv brachten einen Ball ins Rollen, der ähnlich einem Schneeball immer größer wurde und stets neue interessante Aspekte zu Tage förderte. Die Ergebnisse präsentiert das Stenner Museum jetzt in einer beeindruckenden Ausstellung, die erstmals die Arbeitsbiografie eines Kunsthistorikers durch Werkgruppen der von ihm gewählten Künstler und Künstlerinnen sichtbar macht.«
Uta Jostwerner

Der Schatz aus dem Kellerverlies

»›Nach aufwendiger Restaurierung präsentiert das Kunstforum Hermann Stenner im Rahmen der Gustav Vriesen-Ausstellung zum ersten Mal seit 50 Jahren eine große Auswahl ihrer späteren Werke‹, sagt Christiane Heuwinkel. Darunter großformatige, gestisch-pastose und farbenfrohe Gemälde sowie Bilder in Tropftechnik, aber auch so genannte Klebealben, bestückt mit Arbeitsproben und Briefen. Sie ergänzen auf kongeniale Weise einen Schatz der Avantgarde des 20. Jahrhunderts und der Nachkriegsmoderne, der sich im Stenner-Museum methodisch aufgearbeitet in den einzelnen Kabinetten zeigt.«
Uta Jostwerner

Der Schatz aus dem Kellerverlies

»Die insgesamt etwa 120 gezeigten Werke stammen aus öffentlichen Häusern sowie privaten Sammlungen. Sie erschließen ein bisher so nicht sichtbar gemachtes Kapitel Kunstgeschichte der Nachkriegszeit.«
Uta Jostwerner
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